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Gerade online: 1

1860 wehrt sich vehement

"In welcher Welt leben wir eigentlich, dass unschuldige Menschen an den Pranger gestellt werden? Ich kann das Vorpreschen des DFB nicht verstehen", echauffierte sich 1860-Trainer Ewald Lienen in einem Interview der Abendzeitung.

[..] Ähnlich äußerte sich Vizepräsident Franz Maget. Der DFB habe seine Fürsorgepflicht gegenüber dem Mitglied 1860 verletzt, sagte der SPD-Politiker: "Das ist ungeheuerlich. Das ist rufschädigend, das lassen wir uns nicht gefallen." Die Vorwürfe seien "völlig substanzlos. Möglicherweise werden Vermögenswerte von uns zerstört, junge Leute kaputtgemacht." Der DFB müsse seiner Fürsorgepflicht endlich nachkommen, forderte Maget: "Er muss uns schützen."

[..] Sportdirektor Miroslav Stevic verwahrt sich ebenfalls gegen Verdächtigungen. "Wir werden ohne Fakten unter Verdacht gestellt." Und weiter: "Das Fass ist voll. Mir kommt es so vor, als ob wir für sämtliche Weltkatastrophen mitverantwortlich wären. Das ist Wahnsinn!"

Die Münchner wissen noch immer nicht, was ihnen konkret vorgeworfen wird. "Mir ist nicht bekannt, dass jemals einer ohne den Hauch eines Belegs mit substanziellen Anschuldigungen konfrontiert wurde", sagte Maget der Süddeutschen Zeitung.

Quelle: www.kicker.de

Bei den oben genannten Zitaten handelt es sich um Stellungnahmen zur Beschuldigung des DFB, bei der Partie 1860 München - RW Ahlen hätte es Hinweise auf eine Spielmanipulation gegeben. Hätten sich die Herren Offiziellen des TSV 1860 München mal vorab bei den eigenen Fans über das Vorgehen von DFB/DFL erkundingt...
 

Eigentümer treiben West Ham (beinahe) in den Ruin

Die finanziellen Probleme des englischen Erstligisten West Ham United sind offenbar größer als lange Zeit angenommen. Den Club drücken angeblich Schulden und Verbindlichkeiten von knapp 115 Millionen Euro. Das geht laut eines Berichts der Tageszeitung "Guardian" aus den Büchern des Vereins hervor. Allein im vergangenen Jahr soll der Europacupsieger der Pokalsieger von 1965 über 43 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet haben. West Hams Finanzchef Nick Igoe bezeichnete die Vereinspolitik des ehemaligen Clubbosses Björgolfur Gudmundsson als "völlig verfehlt". West Ham stand offenbar bereits vor dem Bankrott. Nur der gute Wille seiner Gläubiger habe den Verein vor dem Ruin bewahrt, heißt es. Weil der aktuelle Hammers-Eigner, die CB Holding, eine Tochter der bankrotten isländischen Bank Straumur ist, droht West Ham jedoch weiteres Ungemach.

Quelle: www.Spiegel.de
 

Man feiert mit seinen Fans

Die TV-Kameras fingen kurz nach Kochs 4:1 beschämende Bilder ein: Die Fans bzw. die "Konsumenten" von Red Bull Salzburg verließen während des Spiels das Stadion. Auch das gellende Pfeifkonzert gegen den Meister, das schon nach Klings drittem Treffer anfing, war nicht zu überhören. Unglaubliche Gleichgültigkeit gegenüber einem österreichischen Fußballmeister, wie man sie nur selten zu sehen oder hören bekommt. Wie es schon im Grunde schon mehrfach prophezeit wurde, so trat es auch ein: Salzburg wird Meister und keinen interessiert's. Aber mich würde es als Fan auch nicht groß interessieren, wenn ich sehe, dass mein Team feiert, wie das verwöhnte Salzburger Star- und Ausrangierten-Ensemble. Die Fans bleiben in großem Sicherheitsabstand hinter Absperrungen, bejubelt wird der Teller nicht in Richtung der Supporter, sondern in Richtung der Kameras. Den Spielern (?) war wohl wichtiger, dass die Medien hautnah am Titelgewinn teilhaben können, denn die Fans sahen hauptsächlich die Rückansichten ihrer zweifelhaften Helden.

Nichts desto trotz: Herzlichen Glückwunsch nach Salzburg und an Boss Dietrich Mateschitz, wo auch immer er diesen Freudentag seines Teams verbrachte und viel Glück in der Qualifikation zur Champions League.

Quelle: www.Kurier.at
 

18.05.09 - Datei Gewalttäter Sport - Bist Du schon drinnen?

Gewalttäter Sport - Bist du schon drinnen?

Willkürliche Datensammlung von Fans stoppen!

Wir halten die Praxis der Datei "Gewalttäter Sport" mit der Erfassung der Daten von tausenden Fußballfans für äußerst fragwürdig und grundsätzlich bedenklich. So waren etwa im Jahr 2008 etwa 10.000 Personen in dieser Datei gespeichert, die Tendenz ist steigend. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Fehlen einer Kontrollinstanz zu einem Umgang mit diesem Instrument geführt hat, unter dem das Vertrauen vieler Fußballfans in die Polizei und rechtsstaatliche Prinzipien sehr gelitten hat. Diese Thematik passt in das Bild einer derzeitigen Entwicklung, in der unser Staat immer mehr die Züge eines Überwachungsstaates annimmt. Wie sich jetzt herausgestellt hat, ist diese Praxis nach derzeitiger Rechtslage sogar rechtswidrig. Trotzdem bleiben die Dateien bestehen und sollen nun, IM NACHHINEIN, durch eine Rechtsverordnung "legalisiert" werden. Wir fordern die Löschung aller illegal erhobenen Daten und den Verzicht auf eine derartige Datei. Sollte die Polizei auf ein solches Instrument nicht verzichten können, so sollte sie zumindest die illegal erhobenen Daten löschen und für die zukünftige Erfassung von Daten die berechtigte Kritik von Fanorganisationen berücksichtigen und Datenschützer einbeziehen.

Diese Kritik umfasst im wesentlichen folgende Punkte:
  • Die Kriterien, wann eine Eintragung vorgenommen wird, sind weder rechtstaatlich noch nachvollziehbar. In der Regel reichen willkürliche Verdachtsmomente, Personalienfeststellungen, Personenkontrollen, bei denen man z.B. zusammen mit schon in der Datei erfassten Personen kontrolliert wird, Platzverweise, Ingewahrsamnahmen oder die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens für eine Eintragung aus. All diese Maßnahmen beruhen allerdings auf der willkürlichen und subjektiven Entscheidung einzelner Beamter und sind keinerlei Kontrollinstanz unterworfen. Damit wird die im Grundgesetz verankerte Unschuldsvermutung ausgehebelt. Eine Eintragung sollte nur nach rechtskräftiger Verurteilung aufgrund einschlägiger Delikte erfolgen.
  • Die betroffene Person erhält keinerlei Benachrichtigung bei einer Eintragung in die Datei. Damit ist es auch so gut wie unmöglich, sich gegen eine Eintragung in der Datei mit rechtlichen Schritten zur Wehr zu setzen, da man über diese überhaupt keine Kenntnis hat. Auskunft über eine Eintragung erhält nur, wer selber auf Verdacht eine Anfrage über eine mögliche Eintragung stellt. Kurioserweise gab es schon Fälle, in denen ebene diese Anfrage Anlass für die Speicherung in der Datei war.
  • Selbst bei einem Freispruch oder einer Einstellung des Verfahrens erfolgt keine Löschung aus der Datei. Das ist absolut inakzeptabel.
  • Die bereits jetzt vorgesehen Fristen, nach denen eine Eintragung in der Datei gelöscht werden sollte, werden in der Praxis nicht eingehalten. Wer einmal erfasst wurde, bleibt auf Dauer in der Datei "Gewalttäter Sport" und/oder in einem undurchsichtigen Dschungel anderer damit verknüpfter (Verbund-) und Polizei-Dateien gespeichert.
Willkürliche Datensammlung von Fans stoppen!

Problematisch daran ist nicht nur die Tatsache, dass Daten in einer dubiosen Datei gespeichert werden, sondern dass sich aus dieser illegalen Erfassung konkrete Konsequenzen ergeben:
  • Auf dieser Grundlage werden Ausreiseverbote und Meldeauflagen erteilt.
  • Sie führt zu Gefährderansprachen in der Wohnung und diskreditierende Besuche am Arbeitsplatz.
  • Bei jeglichen Personenkontrollen, z.B. Verkehrskontrollen ist man einer Vorverurteilung ausgesetzt.
  • Selbst bei Urlaubs- oder Dienstreisen kommt es zu Problemen an der Grenze.
Das sind schwerwiegende Eingriffe in die Rechte und die Würde des Betroffen, die ein solches Instrumentarium an sich in Frage stellen. Mindestens muss für eine Speicherung in der Datei eine nachvollziehbare Grundlage wie eine rechtskräftige Verurteilung bestehen, die Praxis transparent gestaltet werden und einer Kontrollinstanz unterliegen und die Fristen und Kriterien für eine Löschung aus der Datei klar definiert und befolgt werden.

Quelle: Pro Fans - Ohne uns kein Kick!
Unterschreibe die Petition gegen fanfeindliche Anstoßzeiten!
Sonntags 12:30 Uhr - ohne uns!